Teslas „Full Self-Driving” (FSD) – trotz des Zusatzes „Supervised” – hat sich in den letzten Jahren rasant verbessert. Ein führender Wall-Street-Analyst behauptet nun, dass das System faktisch die SAE-Stufe 4 erreicht habe. Das bedeutet, dass das Fahrzeug unter bestimmten Bedingungen vollständig autonom fahren kann, ohne dass ein menschlicher Fahrer eingreifen muss.
Die Behauptung des Analysten
Der namentlich nicht genannte Analyst stützt sich auf interne Daten und öffentliche Testfahrten. Er argumentiert, dass Teslas neuronales Netzwerk inzwischen komplexe Verkehrssituationen sicherer meistere als der Durchschnittsfahrer. Tesla FSD in Europa: Keine EU-Genehmigung zwingend erforderlich zeigt, dass die rechtliche Anerkennung jedoch noch aussteht.
Was bedeutet Level 4?
Die SAE-Definition unterscheidet sechs Stufen:
- Level 0: Keine Automatisierung
- Level 1–2: Fahrerassistenz (Lenk- oder Bremsunterstützung)
- Level 3: Bedingte Automatisierung (Fahrer muss übernehmen können)
- Level 4: Hohe Automatisierung (Fahrzeug fährt autonom in definierten Bereichen)
- Level 5: Vollautomatisierung (überall, jederzeit)
Hardware-Vergleich: HW3 vs. HW4
Reaktionen und Skepsis
Kritiker weisen darauf hin, dass echte Level-4-Systeme wie Waymo in geofenced Gebieten operieren und keinen Fahrer benötigen. Teslas Ansatz – schrittweise Verbesserung mit menschlicher Aufsicht – unterscheidet sich fundamental. Tesla FSD Supervised Großbritannien: Zeitplan, RDW-Zulassung und VCA-Verfahren erklärt verdeutlicht die regulatorischen Hürden.
Dennoch: Die Unfallstatistik spricht für sich. In den Niederlanden verursachte FSD 3,5-mal weniger Unfälle als menschliche Fahrer (Erste Tesla-Daten zu FSD Supervised in Niederlande zeigen Sicherheitsverbesserung – System in Dänemark genehmigt).
Ausblick
Tesla arbeitet an der Einführung von Robotaxis, die ohne Lenkrad und Pedale auskommen. Elon Musk kündigte einen Start bis 2025 an. Ob FSD dann offiziell die Stufe 4 erreicht, hängt auch von Zulassungen in den USA und Europa ab.