Erste Sicherheitsdaten aus den Niederlanden
Tesla hat erste Daten zu seinem Assistenzsystem FSD Supervised in den Niederlanden veröffentlicht und damit einen wichtigen Meilenstein für die europäische Einführung gesetzt. CEO Elon Musk kommentierte eine Veröffentlichung auf X, wonach das System zu einer „deutlichen Verbesserung der Sicherheitsstatistik“ geführt habe.
Die Daten zeigen, dass Fahrzeuge mit aktiviertem FSD Supervised im Vergleich zu manuell gesteuerten Fahrten deutlich weniger Unfälle verursachen. Erste Auswertungen ergaben eine Reduktion der Unfallrate um den Faktor 3,5 – ein Wert, der die Überlegenheit der KI-gesteuerten Fahrweise unterstreicht.
[NOTE] > Die niederländischen Daten beziehen sich auf eine Strecke von über 16 Millionen Kilometern, die mit FSD Supervised zurückgelegt wurden. Dabei wurden null Unfälle mit Verletzten oder Sachschäden gemeldet.
Dänemark als viertes EU-Land
Parallel zur Veröffentlichung der Sicherheitsdaten gab Tesla bekannt, dass FSD Supervised offiziell in Dänemark zugelassen wurde. Damit ist Dänemark das vierte EU-Land, das das System innerhalb von zwei Monaten genehmigt hat – nach den Niederlanden, Belgien und einem weiteren Land. Die dänische Zulassung erfolgte durch die nationale Straßenverkehrsbehörde und basiert auf der UNECE-Regelung.
Vergleich: USA vs. Europa
Die europäische Einführung von FSD Supervised unterscheidet sich in mehreren Punkten vom US-Markt:
| Kriterium | USA | Europa |
|---|
| Rechtsgrundlage | NHTSA-Genehmigung | UNECE-Regelungen (R79, R157) |
| Fahrerüberwachung | Kamerabasiert, aber weniger streng | Strengere Anforderungen (Lenkradkontakt, Aufmerksamkeit) |
| Geschwindigkeitsbegrenzung | Bis 145 km/h auf Autobahnen | In der Regel auf 130 km/h begrenzt |
| Spurwechsel | Automatisch, bestätigungsfrei | Nur nach Bestätigung durch Fahrer erlaubt |
| Verfügbare HW | HW3 und HW4 | Hauptsächlich HW4 (Kompatibilität mit HW3 wird geprüft) |
[IMPORTANT] > Trotz der Zulassung bleibt FSD Supervised in Europa ein Assistenzsystem der Stufe 2. Der Fahrer muss jederzeit die Hände am Lenkrad behalten und die Verkehrssituation überwachen. Eine Freigabe für autonomes Fahren (Stufe 4) ist derzeit nicht in Sicht.
Ausblick: Weitere Länder folgen
Mit Dänemark und den Niederlanden hat Tesla nun in mehreren nordeuropäischen Ländern Fuß gefasst. Insider erwarten, dass als nächstes Schweden und Norwegen folgen könnten. Für Deutschland steht eine Zulassung noch aus, da hier zusätzliche technische Anforderungen an die Fahrerüberwachung gestellt werden. Tesla arbeitet nach eigenen Angaben an einer Lösung.
Die positiven Sicherheitsdaten aus den Niederlanden könnten den Druck auf die verbleibenden EU-Staaten erhöhen, das System ebenfalls zu genehmigen. Weitere Details zum Rollout finden Sie in unserem Artikel über die britische Zulassung und die belgische Genehmigung.
Häufige Fragen
Wie sicher ist FSD Supervised in den Niederlanden?
Laut Tesla-Daten liegt die Unfallrate von FSD Supervised um den Faktor 3,5 niedriger als bei menschlichen Fahrern. Auf über 16 Millionen Kilometern gab es keinen einzigen gemeldeten Unfall mit Personenschaden.
Welche Hardware ist in Europa erforderlich?
In den meisten europäischen Fahrzeugen wird die Hardware 4 (HW4) verbaut, die für FSD Supervised optimiert ist. Ältere HW3-Fahrzeuge müssen möglicherweise nachgerüstet werden – eine Kompatibilitätsliste wird von Tesla veröffentlicht.
Warum wird FSD in Deutschland noch nicht angeboten?
Deutschland hat strengere Vorschriften zur Fahrerüberwachung, die Tesla bislang nicht vollständig erfüllt. Das Unternehmen arbeitet an einer angepassten Version, die den deutschen Anforderungen entspricht.
Wann ist mit einer Genehmigung in weiteren EU-Ländern zu rechnen?
Tesla hat in den letzten zwei Monaten vier Länder genehmigt bekommen. Analysten rechnen mit einer kontinuierlichen Expansion, wobei Schweden und Norwegen als nächste Kandidaten gelten.