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Tesla legt EU-Behörden irreführende Daten zu autonomem Fahren vor

Quelle: Watson • Veröffentlicht am 17. Juni 2026 um 09:00 Original-Quelle
Tesla legt EU-Behörden irreführende Daten zu autonomem Fahren vor

Zusammenfassung

Tesla soll europäischen Aufsichtsbehörden manipulierte Sicherheitsdaten für sein FSD-System vorgelegt haben. Dies wirft Fragen zur Transparenz und Zulassung in der EU auf.

Tesla unter Beschuss: Irreführende FSD-Daten in Europa

Laut einem Bericht von Watson legte Tesla europäischen Aufsichtsbehörden angeblich irreführende Daten zum autonomen Fahren vor. Der Vorwurf wiegt schwer: Der Autobauer soll seine Unfallstatistiken geschönt haben, um die Sicherheit seines FSD-Systems zu belegen. Dies könnte weitreichende Konsequenzen für die Zulassung von FSD in der EU haben.

Datenmanipulation im Detail

[IMPORTANT] > Die Vorwürfe betreffen insbesondere Daten zu Unfällen und Ausfällen, die Tesla im Rahmen von Zulassungsverfahren vorgelegt hat.

Tesla soll Unfälle, die während der Nutzung des Autopiloten oder FSD (Full Self-Driving) auftraten, systematisch heruntergespielt oder falsch kategorisiert haben. So wurden angeblich schwere Unfälle als „Bagatellschäden“ gewertet oder ganz aus der Statistik gestrichen. Ziel war es, die Überlegenheit des Systems gegenüber menschlichen Fahrern zu belegen.

Ein Beispiel: Während Tesla für den US-Markt vierteljährlich Sicherheitsberichte veröffentlicht, fehlen diese in Europa weitgehend. Die EU-Kommission und nationale Behörden wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind auf die von Tesla bereitgestellten Daten angewiesen, um die Genehmigung für autonome Fahrfunktionen zu erteilen.

Vergleich der FSD-Hardware und Zulassung

MerkmalHardware 3 (HW3)Hardware 4 (HW4)Europäische Anforderungen
Rechenleistung144 TOPSca. 300 TOPS-
Kameras812 (inkl. Überwachung)-
UNECE-ZulassungTeilweise für Level 2Noch nicht vollständigErforderlich für Level 3+
Aktueller Status in EUAutopilot, Enhanced AutopilotFSD nur in EntwicklungStrengere Tests nötig

Während Tesla in den USA bereits FSD Supervised ausrollt, hinkt Europa hinterher. Die neuen Vorwürfe könnten den Zulassungsprozess weiter verzögern.

Hintergrund: Teslas Kampf um Zulassung

Tesla versucht seit Jahren, das volle Potenzial von FSD auch in Europa zu entfalten. Bisher ist nur der erweiterte Autopilot (Enhanced Autopilot) mit Funktionen wie Autobahnassistent und automatischem Spurwechsel verfügbar. Die vollständige FSD-Suite mit Stadtverkehrsfunktionen ist noch nicht freigegeben.

Die EU hat strenge Auflagen: Die UNECE-Verordnung R157 fordert für Level-3-Systeme einen „Systemantrag“ mit umfangreichen Sicherheitsnachweisen. Tesla hat zwar einen Antrag gestellt, doch die nun bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten könnten zu Rückfragen oder einer Ablehnung führen.

Reaktionen und Ausblick

Experten zeigen sich besorgt. „Wenn Tesla tatsächlich Daten manipuliert hat, wäre das ein schweres Vergehen“, sagt Dr. Markus Lienkamp von der TU München. Die Behörden müssten dann die Prüfverfahren verschärfen. Für Tesla könnte dies bedeuten, dass FSD in Europa noch länger auf eine Zulassung warten muss.

Bereits zuvor gab es Kritik an Teslas Sicherheitsstatistiken: Im März 2024 behaupteten Aktivisten, Tesla habe in einem Dossier 32.000 Todesfälle mit FSD verheimlicht. Deraktuelle Fall zeigt, dass das Unternehmen weiterhin unter Druck steht.

Fazit

Die Vorwürfe wiegen schwer und könnten das Vertrauen in Teslas autonome Technologie in Europa nachhaltig schädigen. Bis zur Klärung sollten Käufer die Versprechen des Unternehmens kritisch hinterfragen.

Häufige Fragen

Welche konkreten Daten soll Tesla manipuliert haben?

Tesla soll Unfallzahlen und die Anzahl der Systemausfälle beim Autopiloten und FSD gegenüber EU-Behörden verzerrt dargestellt haben. Insbesondere schwere Unfälle wurden heruntergestuft, um die Sicherheitsbilanz aufzubessern.

Wie reagieren die Behörden auf die Vorwürfe?

Die EU-Kommission und nationale Aufsichtsbehörden wie das Kraftfahrt-Bundesamt haben die Vorwürfe zur Kenntnis genommen. Prüfungen wurden eingeleitet; Tesla muss die Originaldaten offenlegen. Bei Bestätigung drohen hohe Strafen und ein vorläufiges Zulassungsverbot für FSD.

Kann ich Tesla in Europa trotzdem kaufen?

Ja, der Kauf eines Teslas ist weiterhin möglich. Allerdings sollten Käufer bedenken, dass die FSD-Funktionen in Europa bisher stark eingeschränkt sind. Die Vorwürfe könnten dazu führen, dass Tesla sein Sicherheitsversprechen nicht einhalten kann.

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