Tausende gebrauchte Batterien aus Waymos autonomer Robotaxi-Flotte könnten bald ein zweites Leben als stationäre Energiespeicher für Stromnetze erhalten. Grundlage ist eine strategische Liefervereinbarung zwischen Waymo und B2U Storage Solutions, die am 4. Juni bekanntgegeben wurde.
B2U hat bereits Erfahrung mit der Wiederverwendung von EV-Batterien in großen Speicherprojekten. Die Anlagen speichern überschüssige erneuerbare Energie in Schwachlastzeiten und geben sie bei Spitzenbedarf wieder ab.
Zweites Leben für Hochleistungsbatterien
Freeman Hall, CEO von B2U, erklärte, dass sein Unternehmen den vollen Restwert aus EV-Batterien ziehen will, sobald diese für den Fahrzeugeinsatz nicht mehr geeignet sind. Waymo tauscht Batterien bei seiner proaktiven Wartung aus, um die Flotteneffizienz zu verbessern. Die genaue durchschnittliche Laufleistung vor dem Tausch wurde nicht genannt, doch Waymo-Robotaxis fahren täglich deutlich mehr als normale E-Autos, was die Degradation beschleunigt.
Die Zusammenarbeit umfasst sowohl Batterien aus ausgemusterten Fahrzeugen als auch solche, die während des Betriebs ersetzt werden.
Vergleich Batterie-Nutzung
Ausblick und Einordnung
Die Strategie ähnelt Teslas Ansatz mit seinen Supercharger-Standby-Speichern. Allerdings könnte Waymo durch die hohe Flottenauslastung schneller größere Batteriemengen liefern. Die Speicherprojekte in Kalifornien und Texas sollen zunächst im niedrigen zweistelligen Megawattstunden-Bereich starten, aber langfristig hunderte MWh erreichen.
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