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Teslas Sicherheitssystem mit billigen Puppenköpfen überlistet

Quelle: Electrek • Veröffentlicht am 15. Juni 2026 um 17:37 Original-Quelle
Teslas Sicherheitssystem mit billigen Puppenköpfen überlistet

Zusammenfassung

Günstige Plastik-Puppenköpfe aus China täuschen Teslas Innenraumkamera und umgehen die Fahrerüberwachung für nur 20 bis 50 Dollar.

Auf chinesischen E-Commerce-Plattformen hat sich ein reger Handel mit winzigen Plastik-Puppenköpfen entwickelt, die speziell dafür konzipiert sind, Teslas Innenraumkamera zu täuschen. Die Geräte, die als „Reisebegleiter“ oder „Armaturenbrett-Dekoration“ vermarktet werden, kosten zwischen 20 und 50 US-Dollar und ermöglichen es Fahrern, das Fahrerüberwachungssystem zu umgehen, während der Autopilot aktiv ist.

[WARNING] > Diese Methode gefährdet nicht nur den Fahrer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Tesla hat wiederholt betont, dass der Fahrer stets die Kontrolle behalten muss.

Die Funktionsweise ist erschreckend einfach: Der Puppenkopf wird so positioniert, dass die Innenraumkamera ihn als menschlichen Kopf erkennt. Da die Kamera auf Augen- und Kopfbewegungen achtet, reicht bereits ein statischer Kopf aus, um das System zu beruhigen. Der Fahrer kann dann ungestört andere Tätigkeiten nachgehen, ohne dass der Autopilot eingreift.

Technischer Hintergrund

Tesla verwendet seit 2021 eine Innenraumkamera über dem Rückspiegel, um die Aufmerksamkeit des Fahrers zu überwachen. Die Kamera ist Teil des „Driver Monitoring Systems“ (DMS), das bei aktiviertem Autopilot die Augen des Fahrers verfolgt. Wird Unaufmerksamkeit erkannt, ertönt ein Warnton, und bei wiederholter Missachtung wird der Autopilot deaktiviert.

AspektDetails
Preis20–50 US-Dollar
FunktionsweiseTäuschung der Innenraumkamera durch statischen Puppenkopf
RisikoErhöhte Unfallgefahr durch Ablenkung
RechtslageVerstoß gegen Verkehrsregeln, möglicherweise illegal

Reaktionen und Konsequenzen

Tesla hat bisher nicht öffentlich auf diesen Missbrauch reagiert. Experten warnen jedoch vor den Gefahren: „Das System ist nicht narrensicher, und solche Tricks untergraben die Sicherheit des Autopiloten“, sagt ein US-Sicherheitsexperte. In den USA hat die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) bereits ähnliche Fälle untersucht. Eine Anpassung der Software könnte das Problem beheben, etwa durch die Erkennung von fehlenden Augenbewegungen oder unnatürlichen Kopfpositionen.

Vergleich mit Europa

In Europa gelten strengere Vorschriften für Fahrerüberwachungssysteme. Der Artikel über die Schweiz zeigt, dass hier die volle Aufmerksamkeit des Fahrers gefordert wird. Auch in der EU sind solche Manipulationen illegal und können zu hohen Strafen führen. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass ähnliche Produkte auch auf europäischen Märkten auftauchen.

Ähnliche Vorfälle

Tesla-Fahrer haben bereits früher versucht, das Sicherheitssystem zu umgehen, etwa mit Orangengewichten oder anderen Gegenständen. Diese neuen Puppenköpfe sind jedoch besonders effektiv, da sie menschliche Gesichtszüge imitieren. Eine Analyse des Reuters-Berichts zeigt, dass die Diskussion um die Zuverlässigkeit von Teslas Sicherheitsdaten anhält.

Häufige Fragen

Sind die Puppenköpfe legal?

Nein, der Einsatz solcher Täuschungsvorrichtungen ist in den meisten Ländern illegal, da er gegen Verkehrsregeln verstößt und die Sicherheit gefährdet. In Deutschland drohen Bußgelder und Punkte in Flensburg.

Wie kann Tesla diesen Betrug verhindern?

Tesla könnte die Software der Innenraumkamera aktualisieren, um echte von unechten Gesichtern zu unterscheiden, etwa durch Analyse von Augenbewegungen oder Mikroexpressionen. Auch Infrarotsensoren könnten helfen.

Betrifft dieses Problem nur die USA?

Nein, die Produkte werden auf chinesischen Plattformen weltweit verkauft. In Europa ist die Innenraumkamera bei vielen Tesla-Modellen ebenfalls aktiv, sodass die Täuschung auch hier funktionieren könnte.

Was sagt Tesla dazu?

Tesla hat sich bislang nicht offiziell geäußert. In der Vergangenheit hat das Unternehmen jedoch betont, dass Fahrer stets verantwortungsvoll mit dem Autopiloten umgehen müssen und Manipulationen nicht geduldet werden.

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