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Tesla rammt auf Autopilot Garagentor: Fahrer gibt System die Schuld

Quelle: Futurism • Veröffentlicht am 13. Juni 2026 um 17:30 Original-Quelle
Tesla rammt auf Autopilot Garagentor: Fahrer gibt System die Schuld

Zusammenfassung

Ein Tesla-Fahrer in Washington behauptet, sein Auto sei auf Autopilot selbstständig in ein Garagentor gekracht. Die Polizei ermittelt. Es ist nicht der erste Unfall mit Teslas Assistenzsystem.

Ein Tesla-Fahrer im US-Bundesstaat Washington macht Teslas Assistenzsystem für einen kuriosen Unfall verantwortlich. Wie der lokale Sender King 5 News berichtet, war der Fahrer am Montag mit seinem Tesla unterwegs, als das Fahrzeug plötzlich von der Straße abkam und direkt in die Garage eines fremden Hauses raste. Die Polizei von Redmond bestätigte den Vorfall und erklärte, dass der Fahrer angab, das autonome Fahrsystem des Tesla sei „fehlerhaft“ gewesen, bevor es zu dem Crash kam. Verletzt wurde niemand, Anzeichen für Alkohol- oder Drogeneinfluss gab es nicht.

Ein Foto der Polizei zeigt den roten Tesla, der sich in der Garage verkeilt hat, die Garagentür hängt in Fetzen um das Fahrzeug herum. Der Vorfall erinnert an ähnliche Pannen mit Teslas Assistenzsystemen. Erst kürzlich hatte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA eine Untersuchung eingeleitet, nachdem Teslas mit Full Self-Driving (Supervised) immer wieder auf herannahende Züge zusteuerten.

[NOTE] > Der Fahrer sprach von „Autopilot“, doch Teslas Systeme heißen offiziell „Autopilot“ (das Basis-Assistenzsystem) und „Full Self-Driving (Supervised)“ (die leistungsfähigere, aber immer noch überwachungspflichtige Funktion). Beide erfordern jederzeit die volle Aufmerksamkeit des Fahrers.

Technischer Hintergrund

Tesla liefert seine Fahrzeuge mit unterschiedlicher Hardware aus, die für die Assistenzsysteme relevant ist. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Hardware 3 und 4:
EigenschaftHardware 3Hardware 4
Kameras8 Stück (1,2 Megapixel)12 Stück (5 Megapixel)
Rechenleistung144 TOPSca. 500 TOPS
Radar optionalJaNein
Startmodell20192023
Verfügbarkeit FSDJaJa

Während HW4 in den USA bereits ausgerollt wird, ist die Freigabe für Europa noch nicht erfolgt. Die Systeme sind bislang nur auf Level 2+ zertifiziert – der Fahrer bleibt jederzeit verantwortlich.

Reaktionen und Folgen

Die Polizei von Redmond hat die Ermittlungen aufgenommen. Es ist derzeit unklar, ob der Unfall tatsächlich auf einen Systemfehler zurückzuführen ist oder auf menschliches Versagen. Anwälte für Produkthaftung beobachten den Fall genau, da er Präzedenzfälle für die Haftung bei Assistenzsystemen schaffen könnte.

Der Vorfall ereignet sich zu einer Zeit, in der Tesla in Europa weitere Zulassungen für FSD Supervised erhält – zuletzt in Belgien und Dänemark. Unfälle wie dieser könnten das Vertrauen in die Technologie erschüttern. Mehr zu den jüngsten Entwicklungen in Europa: Tesla FSD Supervised offiziell in Belgien gestartet und Erste Tesla-Daten zu FSD Supervised in Niederlande.

Ein weiterer Aspekt: Tesla wirbt oft mit Bildern von Fahrern, die während der Fahrt entspannen – was Experten für gefährlich halten. Diese Ambivalenz zwischen Werbung und realer Sicherheit bleibt ein Kritikpunkt, wie auch in diesem Fall deutlich wird.

Häufige Fragen

Ist Tesla schuld an dem Unfall?

Die Ermittlungen laufen noch. Es ist unklar, ob ein technischer Defekt oder eine Fehlbedienung vorlag. Der Fahrer macht das Autopilot-System verantwortlich, aber die Polizei hat bisher keine offiziellen Schlüsse gezogen.

Wie unterscheiden sich Autopilot und Full Self-Driving?

Autopilot ist ein grundlegendes Assistenzsystem für Spurführung und Abstandshaltung. Full Self-Driving (Supervised) kann zusätzlich komplexe Manöver wie Spurwechsel und Abbiegen – erfordert aber ständige Überwachung. Beide zählen zu Level 2.

Welche Rolle spielt die Hardware-Version bei solchen Fehlern?

Die Hardware-Version (HW3 vs. HW4) beeinflusst die Rechenleistung und Bildqualität der Kameras. HW4 bietet theoretisch bessere Erkennung, doch die Software muss darauf abgestimmt sein. In Europa ist HW4 noch nicht für FSD freigegeben.

Wie reagiert Tesla auf solche Vorfälle?

Tesla hat sich bislang nicht offiziell zu dem Unfall geäußert. In der Vergangenheit verwies das Unternehmen auf die ständige Überwachungspflicht des Fahrers und betonte, dass die Systeme sicherer seien als menschliche Fahrer – sofern sie korrekt genutzt werden.

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