Tesla erhält zweite FSD-Zulassung in Europa binnen zwei Tagen
Tesla hat erneut für Aufsehen gesorgt: Der US-Elektroautobauer erhielt innerhalb von zwei Tagen die zweite Zulassung für sein Full Self-Driving (FSD)-System in Europa. Nachdem bereits die Niederlande und Dänemark grünes Licht gegeben hatten, folgt nun Belgien als fünftes Land. Dies berichtet Teslarati.
Belgien als fünftes europäisches Land
Mit Belgien erweitert Tesla sein FSD-Netz in Europa auf insgesamt fünf Länder. Die Zulassung erfolgte durch die zuständige belgische Straßenverkehrsbehörde und erlaubt Tesla-Fahrern die Nutzung des autonomen Fahrassistenten auf öffentlichen Straßen. Das System ist als FSD Supervised bekannt, was bedeutet, dass der Fahrer stets verantwortlich bleibt und eingreifen muss.
Vergleich der FSD-Zulassungen in Europa
Deutsche Perspektive: Wann kommt FSD nach Deutschland?
Bislang hat Deutschland noch keine Zulassung erteilt. Die nationale Straßenverkehrsbehörde (KBA) sowie das Bundesministerium für Digitales und Verkehr prüfen derzeit, ob Teslas FSD-System den strengen deutschen Vorschriften entspricht. Insbesondere die Frage der Haftung und der Fahrerüberwachung steht im Fokus. Tesla hat jedoch bereits im März 2025 einen Antrag gestellt, und Insider erwarten eine Entscheidung im Laufe des Jahres.
FSD in Europa: Ein rasanter Fortschritt
Die Zulassungen zeigen, wie schnell Tesla in Europa vorankommt. Während in den USA bereits Millionen von Kilometern mit FSD zurückgelegt wurden, ist Europa aufgrund der heterogenen Gesetzeslage eine besondere Herausforderung. Jede Zulassung erfordert umfangreiche Tests und Nachweise der Sicherheit. Bisher sind in Europa keine Unfälle mit FSD bekannt, was die Sicherheitsbilanz unterstreicht.
Ausblick
Mit Belgien als fünftem Land wächst auch der Druck auf andere EU-Staaten, nachzuziehen. Tesla-CEO Elon Musk hatte kürzlich erklärt, dass das Unternehmen bis Ende 2025 in allen EU-Ländern FSD anbieten möchte. Angesichts des Tempos der jüngsten Zulassungen erscheint dieses Ziel zumindest teilweise erreichbar. Weitere Informationen zu den konkreten Zeitplänen für Deutschland und Großbritannien finden Sie in unserem Artikel Tesla FSD Supervised Großbritannien: Zeitplan, RDW-Zulassung und VCA-Verfahren erklärt.
Häufige Fragen
Warum erhält Tesla FSD in Belgien, aber nicht in Deutschland?
Die Zulassung erfolgt national durch die jeweilige Straßenverkehrsbehörde. Belgien hat die UNECE-R157-Norm bereits umgesetzt und Tesla hat dort die erforderlichen Nachweise erbracht. In Deutschland prüft das KBA noch die Konformität mit nationalen Vorschriften, insbesondere zur Haftung und Fahrerüberwachung.
Welche Tesla-Modelle unterstützen FSD in Europa?
Aktuell unterstützen alle Modelle mit der Hardware 4 (HW4) und dem neuesten Software-Update FSD Supervised. Dazu gehören Model 3 und Model Y ab Baujahr 2023 sowie Model S und Model X mit aktuellem Computer. Ältere Fahrzeuge mit HW3 können FSD ebenfalls nutzen, jedoch mit eingeschränkten Funktionen.
Ist FSD in Belgien bereits für alle Tesla-Fahrer verfügbar?
Ja, die Zulassung gilt für alle Tesla-Fahrer in Belgien, die das FSD-Softwarepaket erworben oder abonniert haben. Das System ist ab sofort auf öffentlichen Straßen nutzbar, sofern das Fahrzeug die notwendige Hardware und Softwareversion besitzt.
Wie sicher ist FSD in Europa?
Nach Angaben von Tesla gab es in Europa bisher keine Unfälle im Zusammenhang mit FSD. Die Sicherheitsdaten aus den Niederlanden zeigen, dass FSD sogar 3,5-mal seltener in Unfälle verwickelt ist als menschliche Fahrer. Weitere Details finden Sie im Artikel Erste Tesla-Daten zu FSD Supervised in Niederlande zeigen Sicherheitsverbesserung.