Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat die technischen Spezifikationen des Tesla Cybercab in einem 15-seitigen Dokument veröffentlicht. Damit werden wichtige Details zum geplanten Robotaxi bekannt – doch gleichzeitig bleiben viele Fragen offen, insbesondere im Hinblick auf die Zulassung in Europa.
Technische Daten im Detail
Laut EPA-Dokument verfügt das Cybercab über:
- Batterie: 326-Volt-System, 146 Ah – entspricht etwa 50 kWh Kapazität
- Motor: 163 kW (219 PS), frontmontierter AC-Permanentmagnetmotor
- Gewicht: ca. 1.412 kg (Leergewicht)
- Antrieb: Frontantrieb
Vergleich mit anderen Tesla-Modellen
Regulatorische Hürden in Europa
Trotz der EPA-Zulassung bleibt der Cybercab in Europa ein weiter Weg. Die aktuelle Fahrzeugzulassung in den Niederlanden für FSD Supervised ist nur national gültig und wird nicht automatisch in anderen EU-Staaten anerkannt. Für den Cybercab als Robotaxi ohne Lenkrad oder Pedale wären völlig neue Homologationen unter der UNECE-Regelung erforderlich.
Auswirkungen auf die Robotaxi-Pläne
Tesla-CEO Elon Musk hat mehrfach angekündigt, dass das Cybercab bis 2026 in Serie gehen soll. Die EPA-Daten bestätigen, dass das Fahrzeug technisch konzipiert ist – doch der Erfolg des Robotaxis hängt von zwei entscheidenden Faktoren ab:
1. Software-Reife: Die autonome Fahrsoftware muss Level 4 oder 5 erreichen, was bisher in keinem Serienfahrzeug gelungen ist.
2. Regulatorische Genehmigung: Selbst in den USA sind keine flächendeckenden Betriebsgenehmigungen für fahrerlose Robotaxis erteilt – Ausnahmen sind Waymo in San Francisco und Phoenix.
Offene Fragen
- Wird der Cybercab auch in Europa als Robotaxi eingesetzt werden?
- Welche Reichweite wird das Fahrzeug unter realen Bedingungen erreichen?
- Ist die 50-kWh-Batterie ausreichend für einen ganzen Arbeitstag im Taxibetrieb?
- Wie wird der Innenraum ohne Fahrerplatz gestaltet sein?
Fazit
Die EPA-Veröffentlichung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Tesla Robotaxi. Doch wie die Geschichte von FSD in Europa zeigt, sind regulatorische Hürden nicht zu unterschätzen. Ob das Cybercab jemals auf europäischen Straßen fahren wird, hängt weniger von der Technik als von politischen Entscheidungen ab.