FSD News Europa
Zurück zur Übersicht
#Autonomes Fahren#USA#Sicherheitsbedenken#Reuters#Tesla#FSD

Ehemalige Tesla-Mitarbeiter misstrauen dem eigenen „Full Self Driving“-System

Quelle: CleanTechnica Tesla • Veröffentlicht am 06. Juni 2026 um 00:40 Original-Quelle
Ehemalige Tesla-Mitarbeiter misstrauen dem eigenen „Full Self Driving“-System

Zusammenfassung

Laut Reuters äußern ehemalige Tesla-Ingenieure und Datenlabeler Zweifel an der Zuverlässigkeit von Full Self Driving (FSD). Sie kritisieren insbesondere die Datenqualität und Sicherheitsbedenken.

Eine Reuters-Recherche offenbart tiefgreifendes Misstrauen unter ehemaligen Tesla-Mitarbeitern gegenüber dem „Full Self Driving“-System (FSD). Die Nachrichtenagentur befragte einen ehemaligen Ingenieur für autonomes Fahren sowie neun frühere Datenlabeler – mit ernüchternden Ergebnissen.

Kernkritik: Datenqualität und Sicherheit

Die Befragten äußerten erhebliche Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit von FSD. Ein zentraler Kritikpunkt war die mangelnde Qualität der Trainingsdaten. Datenlabeler berichteten von unklaren Anweisungen und inkonsistenten Markierungen, was zu fehlerhaften Lernergebnissen führen könne. Der ehemalige Ingenieur zweifelte zudem an der Sicherheitsphilosophie des Unternehmens, die zu sehr auf KI-Versprechen und zu wenig auf bewährte Sicherheitsstandards setze.

[NOTE] > Die Reuters-Befragung ist nicht repräsentativ, zeigt aber ein internes Spannungsfeld zwischen Fortschrittsglauben und Realitätscheck bei Teslas FSD-Entwicklung.

Vergleich der Hardware-Generationen

MerkmalHardware 3 (HW3)Hardware 4 (HW4)
Rechenleistung144 TOPS~300-500 TOPS
Kameras120° Sichtfeldverbesserte Auflösung und Sichtfeld
Radarneinnein (Pure Vision)
FSD-Funktioneneingeschränktvolle FSD-Funktionalität (in USA)
Verfügbarkeitseit 2019seit 2023

Europa vs. USA: Regulatorische Hürden

Während Tesla in den USA FSD bereits als „Supervised“-System ausrollt, steht eine EU-Zulassung weiter aus. Die Europäische Kommission verlangt strengere Nachweise gemäß UNECE-Regularien. Die Kritik der ehemaligen Mitarbeiter könnte die ohnehin skeptischen europäischen Behörden weiter verunsichern. Lesen Sie hierzu auch: Tesla FSD in Europa: Nächste Freigabe in einem weiteren Land steht kurz bevor.

[IMPORTANT] > Für die europäische Zulassung muss Tesla nicht nur technische, sondern auch sicherheitskulturelle Überzeugungsarbeit leisten. Die Aussagen der Ex-Mitarbeiter könnten als zusätzliches Warnsignal gewertet werden.

Auswirkungen auf die Robotaxi-Pläne

Tesla hat angekündigt, ab 2026 ein Robotaxi-Netzwerk in den USA starten zu wollen. Die jüngsten Enthüllungen werfen die Frage auf, ob das System wirklich reif für den unbemannten Betrieb ist. Ein detaillierter Blick auf die Herausforderungen findet sich im Artikel Tesla Cybercab: Extrem effizient – aber Fragen und Hürden bleiben.

Die Diskrepanz zwischen Teslas öffentlichem Optimismus und den internen Zweifeln zeigt: Der Weg zum vollautonomen Fahren bleibt steinig – und die Baustellen liegen nicht nur in der Regulierung, sondern auch in der eigenen Belegschaft.

Verwandte Artikel

3.6.2026

Tesla weitet unbemannten Robotaxi-Dienst auf gesamtes Austin-Stadtgebiet aus

Tesla hat seinen unbemannten Robotaxi-Service in Austin auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Die Expansion erfolgt trotz anhaltender Kritik an der begrenzten Flotte und früheren Versprechungen von Elon Musk.

4.6.2026

Tesla Cybercab: Extrem effizient – aber Fragen und Hürden bleiben

Das Tesla Cybercab erreicht eine beeindruckende Effizienz von 165 Wh/Meile, das entspricht Kosten von 2,6 Cent pro Meile. Trotz des Durchbruchs bleiben regulatorische und praktische Hürden für den Einsatz als Robotaxi.

12.5.2026

Tesla FSD in Europa: Nächste Freigabe in einem weiteren Land steht kurz bevor

Tesla steht kurz davor, den Full Self-Driving (FSD)-Modus in einem weiteren europäischen Land freizugeben. Der Hersteller treibt die Expansion des autonomen Fahrens in Europa voran.

6.6.2026

Waymo gegen Football-Jungs: Robotaxi zeigt außergewöhnliche Disziplin

Sport-Influencer versuchen, ein Waymo-Robotaxi mit Football-Taktik zu überlisten. Das Fahrzeug lässt sich nicht provozieren – doch Sicherheitsbedenken bleiben.