Eine Reuters-Recherche offenbart tiefgreifendes Misstrauen unter ehemaligen Tesla-Mitarbeitern gegenüber dem „Full Self Driving“-System (FSD). Die Nachrichtenagentur befragte einen ehemaligen Ingenieur für autonomes Fahren sowie neun frühere Datenlabeler – mit ernüchternden Ergebnissen.
Kernkritik: Datenqualität und Sicherheit
Die Befragten äußerten erhebliche Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit von FSD. Ein zentraler Kritikpunkt war die mangelnde Qualität der Trainingsdaten. Datenlabeler berichteten von unklaren Anweisungen und inkonsistenten Markierungen, was zu fehlerhaften Lernergebnissen führen könne. Der ehemalige Ingenieur zweifelte zudem an der Sicherheitsphilosophie des Unternehmens, die zu sehr auf KI-Versprechen und zu wenig auf bewährte Sicherheitsstandards setze.
Vergleich der Hardware-Generationen
Europa vs. USA: Regulatorische Hürden
Während Tesla in den USA FSD bereits als „Supervised“-System ausrollt, steht eine EU-Zulassung weiter aus. Die Europäische Kommission verlangt strengere Nachweise gemäß UNECE-Regularien. Die Kritik der ehemaligen Mitarbeiter könnte die ohnehin skeptischen europäischen Behörden weiter verunsichern. Lesen Sie hierzu auch: Tesla FSD in Europa: Nächste Freigabe in einem weiteren Land steht kurz bevor.
Auswirkungen auf die Robotaxi-Pläne
Tesla hat angekündigt, ab 2026 ein Robotaxi-Netzwerk in den USA starten zu wollen. Die jüngsten Enthüllungen werfen die Frage auf, ob das System wirklich reif für den unbemannten Betrieb ist. Ein detaillierter Blick auf die Herausforderungen findet sich im Artikel Tesla Cybercab: Extrem effizient – aber Fragen und Hürden bleiben.
Die Diskrepanz zwischen Teslas öffentlichem Optimismus und den internen Zweifeln zeigt: Der Weg zum vollautonomen Fahren bleibt steinig – und die Baustellen liegen nicht nur in der Regulierung, sondern auch in der eigenen Belegschaft.