Meilenstein für Tesla FSD in Europa
Tesla hat einen bedeutenden Schritt in Richtung autonomes Fahren in Europa gemacht. Wie das Unternehmen bestätigte, wurde das System "Full Self-Driving (Überwacht)" in den Niederlanden erstmals offiziell zugelassen und aktiviert. Damit ist es das erste EU-Land, in dem die umstrittene, aber hochmoderne Fahrsoftware legal genutzt werden kann.
Niederlande als Vorreiter
Die niederländische Straßenverkehrsbehörde RDW hat der Freigabe zugestimmt. FSD (Überwacht) erlaubt es dem Fahrzeug, auf Autobahnen und Landstraßen selbstständig zu lenken, zu beschleunigen und zu bremsen, erfordert aber weiterhin die volle Aufmerksamkeit des Fahrers. Die Aktivierung erfolgt über ein Over-the-Air-Update.
Auswirkungen auf andere EU-Länder
Die Zulassung in den Niederlanden könnte als Blaupause für weitere EU-Staaten dienen. Bisher hatten nur Estland und Litauen grünes Licht gegeben, jedoch nicht als EU-Mitglieder mit gleichen Regularien. Deutschland, Frankreich und Großbritannien prüfen derzeit die Voraussetzungen.
Technische Details
Tesla FSD basiert auf einem neuronalen Netzwerk, das Echtzeitdaten von Kameras, Radar und Ultraschallsensoren verarbeitet. Die aktuelle Version V12 nutzt reine KI-Ansätze ohne zeilenweise Programmierung. Für das Upgrade wird Hardware 3 oder neuer benötigt.
Wichtige Eckdaten
- Feature: Autobahnassistent, Spurwechsel, automatische Parkfunktion, Ampel- und Stoppschilderkennung
- Kosten: In den Niederlanden nur als Abo für 99 €/Monat erhältlich
- Fahrerüberwachung: Kamera im Innenraum prüft Aufmerksamkeit
Zukunft in Europa
Tesla arbeitet daran, FSD in weiteren EU-Ländern zuzulassen. Wichtigster Schritt ist die Anerkennung durch die UNECE-Regulierung, die Level-2-Systeme harmonisiert. [Tesla FSD (Überwacht): EU-weite Zulassung stösst auf Widerstand]
Parallel dazu testet Tesla das System bereits auf britischen Strassen mit Rechtsverkehr. [Tesla testet FSD-System im Linksverkehr: London als Vorbereitung für Europa]
Kundenstimme
"Seit dem Update fühlt sich die Autobahnfahrt entspannter an. Aber ich lasse nie die Hände ganz vom Lenkrad", berichtet ein niederländischer Tesla-Fahrer auf Twitter.
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